» » » » » » » » » Il Monday Night e lo 'spezzatino' dei match arrivano nella terza divisione tedesca. Le rappresentative dei tifosi protestano, Unsere Kurve: 'critichiamo la mancanza di dialogo con i rappresentanti dei tifosi prima delle decisioni'


Le rappresentative dei tifosi tedeschi, ProFans e Unsere Kurve, contestano l'arrivo anche nella terza divisione del calcio tedesco dei nuovi orari dei match e l'inserimento del Monday Night per favorire le dirette televisive, criticando l'assenza di un dibattito con le tifoserie prima di giungere a questa decisione.

Lo slot del Lunedì è da tempo realtà nella 2.Bundesliga ed è stato introdotto, con moltissime contestazioni(qui e qui dettagli, Video), anche nella stagione appena conclusa della Bundesliga, ora tocca alla 3. Liga piegarsi dalla stagione 2018/19 alle decisioni del nuovo contratto con Telekom che introduce nuovi orari per i match: Venerdì 19:00, Sabato 14:00, Domenica alle 13:00 e 14:00, oltre al Lunedì alle 19.

Pur consapevoli della necessità di nuove risorse per i club della terza divisione i tifosi contestano la decisione frettolosa, raggiunta senza il confronto con le principali parti interessante, indicandola come possibile ostacolo alla partecipazione dei supporters ai match.
ProFans zu den Montagsspielen in der 3. Liga ab Saison 18/19

Am gestrigen Donnerstag, den 07.06.2018 gab der DFB bekannt, dass in der kommenden Saison 18/19 der Montag nunmehr ein regulärer Spieltag in der 3. Liga sein wird. Sollte es einen letzten Beweis dafür benötigen, dass dem Verband und allen weiteren Profiteuren des Fußball-Geschäfts Faninteressen herzlich egal sind, wurde er hiermit eindrucksvoll erbracht.

Berlin, den 08.06.2018
Das Fanbündnis ProFans zeigt sich fassungslos über diesen abermaligen Affront gegenüber Fußballfans. Als im Februar diesen Jahres die Proteste gegen die neuen Montagsspiele in der 1. Bundesliga medial hohe Wellen schlugen, war der Tenor recht deutlich: „Wir müssen aufpassen, dass wir das Rad nicht überdrehen“ – so die allgemeine Rückmeldung aus den Chefetagen nach den eindrucksvollen Protesten in den Fankurven. Was nun in der 3. Liga passiert, ist das genaue Gegenteil dessen.

Der neue Medienrechtevertrag der 3. Liga mit der Telekom beinhaltet zukünftig nicht nur den Montag als festen Spieltag, sondern sorgtzusätzlich gleich für 5 verschiedene Anstoßzeiten: Freitags 19:00 Uhr, Samstag 14:00 Uhr, Sonntags 13:00 Uhr und 14:00 Uhr, sowie eben Montags um 19:00 Uhr werden nun die Partien der 3. Liga angepfiffen. Dazu gibt es die bereits bekannten 3 „englischen Wochen“ mit Spielen am Dienstag und Mittwoch Abend. Wie üblich beginnt die Saison in der 3. Liga bereits vor den ersten beiden Bundesligen, nämlich am 27.07.18 mit dem Eröffnungsspiel – natürlich an einem Freitag Abend um 19:00 Uhr. Obwohl die Liga früher startet, werden die Terminierungen erst Anfang Juli und damit nach der Veröffentlichung der Bundesligaspielpläne bekannt gegeben.

„Mit welcher Ignoranz und Selbstverständlichkeit der DFB diese weitreichenden Veränderungen kommuniziert, ist schon außerordentlich“ bemerkt ProFans-Sprecher Jörn Jacobs. Erst am 25. Mai, also vor rund zwei Wochen, habe es einen Gesprächstermin von Fanvertretern und DFB-Spitze gegeben, dort wurde diese weitreichende Veränderung nicht erwähnt. Laut der Pressemitteilung des DFB vom 07.06.2018 seien die Vereine „frühzeitig informiert und kommunikativ eingebunden“ gewesen. Diejenigen, die die Suppe auslöffeln dürfen, nämlich die Fußballfans, die ins Stadion gehen wollen, hat man hierbei wohl zum wiederholten Male vergessen.

Dass die finanzielle Situation der Vereine in der 3. Liga nahezu ausnahmslos sehr angespannt ist, ist auch den Fans bekannt. Das sogenannte Fachmagazin „kicker“ schrieb jüngst im Zusammenhang mit der 3. Liga von der „Roulette-Liga“. Das der DFB nun als vermeintlich großzügiger Croupier noch ein paar zusätzliche Jetons an alle verteilt, nur um das aussichtslose Spiel zu verlängern, ist allerdings der falsche Weg. „Anstatt sich auf der Jagd nach noch mehr Erlösen und Vermarktungsmöglichkeiten zu verzetteln und am Ende sich selbst und alles was diesen Sport ausmacht zu verlieren, sollten Verband und Vereine ein gemeinsames Interesse daran haben, eine wettbewerbsfähige und authentische Spielklasse zu bilden. Ein Anfang könnte z.B. die Überarbeitung der oftmals hanebüchenen Lizensierungsanforderungen sein“ so ProFans-Sprecher Jacobs weiter.

Auch der Hinweis von DFB-Vizepräsident Peter Frymuth, dass der zusätzliche Termin am Montag die Umsetzung von Sicherheitsvorgaben erleichtert, zieht nicht. Wenn es die Prognosen – und diese gehören dringlichst auf den Prüfstand – der Sicherheitsorgane hergaben, wurden einzelne Spiele in der Vergangenheit schon mehrfach auf einen Wochentag verschoben, hierfür muss kein regulärer Montagstermin eingeführt werden. Für diese Praxis gibt es leider genügend Beispiele: zuletzt mussten die Fans des Karlsruher SC aufgrund von Vorgaben der Polizei montags nach Zwickau reisen.

Nahezu grotesk wirkt in diesem Zusammenhang die Aussage Frymuths, bei der Ansetzung der Montagsspiele „besonders sensibel“ vorgehen zu wollen. Wie die gelebte Praxis aussieht, könnte man bei den Fans des zukünftigen Drittligisten 1. FC Kaiserslautern erfragen, die in der vergangenen Zweitligasaison an nur 11 von 34 Spieltagen samstags ran durften.

Was bleibt ist die Frage, was der Verband und die Vereine bei der Einführung des Montag als regulären Spieltag in der 3. Liga für eine Reaktion erwarten, zumal in der Liga so viele Vereine mit großer Anhängerschaft vertreten sind, wie wohl niemals zuvor.


Stellungnahme Montagsspiele 3.Liga

Wie bereits ProFans lehnen auch wir die Einführung von Montagsspielen und einer weiteren Spieltagszerstückelung durch den DFB in der 3. Liga ab und kritisieren den fehlenden Dialog vor den Entscheidungen mit den entsprechenden Fanvertretungen.

Als Unsere Kurve wurden wir im Rahmen der AG Fankulturen einen Tag vor der offiziellen Bestätigung durch den DFB informiert. Zunächst wollen wir – wie bereits in der AG Fankulturen an den DFB kommuniziert – deutlich machen, dass diese Information nichts mit einem Dialog oder einer Einbeziehung eines „Beratungs- und Kompetenzgremiums“ von Fanvertreter*innen gemein hat. Dennoch wollen wir nicht vorenthalten, dass diese deutliche Positionierung auf eine selbstkritische Haltung gestoßen ist, was jedoch an den geschaffenen Tatsachen nichts ändert.
Die Argumentation, dass die Vereine eine Steigerung der Erlöse fordern und die Einführung von Montagsspielen als Lösung präsentiert wird, ist in den Bundesligen nicht neu: sie begegnete uns vor vielen Jahren in der zweiten Liga, in der letzten Saison in der ersten Liga und nun auch in der dritten Liga. Ebenso wenig neu sind die zahlreichen Fanproteste gegen weitere Spieltagszerstückelung und gegen Montagsspiele im Speziellen. Ob es hierfür tatsächlich nochmals ein gesondertes Meinungsbild von Fanvertreter*innen gebraucht hätte, um zu erahnen, wie die Einführung der Montagsspiele in der 3. Liga aufgenommen werden, bleibt dahin gestellt.
Weil wir jedoch bei Vorwürfen, die gegen Fans erhoben werden, stets zur Differenzierung aufrufen, wollen wir dies auch hier wagen: Die Verbände – ob DFL oder DFB – erklären wiederkehrend, lediglich auf die Anliegen der Vereine zu reagieren. Sie kritisieren mittlerweile auch öffentlich, dass nicht nur die Verbände Adressaten des Unmuts zu solchen Entscheidungen sein sollten, sondern die Vereine als Impulsgeber und Entscheider berücksichtigt werden müssen. Wir sehen beide Akteure – Verbände und Vereine – in der Pflicht, Verantwortung für solche Entscheidungen zu tragen und endlich davon abzusehen, gegenüber den Fans den Schwarzen Peter hin und her zu schieben. Wer Entscheidungen trifft und handelt, muss auch die Verantwortung für die Konsequenzen tragen. Das hören wir als Fanorganisationen regelmäßig. Dies muss dann aber auch für alle Seiten gelten.

Daher wünschen wir uns insbesondere eine Klärung der folgenden Fragen: Wie haben sich die Vereine im Entscheidungsprozess zur Einführung der Montagsspiele in der 3. Liga verhalten und positioniert? Unter welchen Gesichtspunkten wurde, wenn dies überhaupt der Fall war, zwischen den Anliegen von Stadionbesucher*innen und einer Erlössteigerung abgewogen? Inwieweit wurde berücksichtigt, welche Botschaft diese Reform an die Fanszenen sendet und die mühsamen kleinen Errungenschaften der Dialoge in den letzten 12 Monaten in Frage stellt?

Trotz dieser nicht zu akzeptierenden Vorgehensweise werden wir weiterhin an dem institutionalisierten Dialog mit den Verbänden teilnehmen, da für uns mit einem Ausstieg keine gesteigerte Wahrnehmung von Faninteressen bei den Verbänden erreicht werden kann. Um auf unsere Interessen aufmerksam zu machen, müssen wir Fans gemeinsam laut sein: in Dialogen mit den Verbänden, in Dialogen mit unseren Vereinen und natürlich kreativ und sichtbar im Stadion.

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